Als die Frithiof und ihr Schwesterschiff Ingeborg gebaut wurden, waren Dampfbarkassen nichts Ungewöhnliches in den Gewässern von Stockholm. Sie machten ganz einfach den öffentlichen Verkehr von gestern aus und waren notwendige Beförderungsmittel in einer

Stadt mit viel Wasser und wenigen Brücken.
Frithiof und Ingeborg wurden beide im Jahre 1897 in der Stockholmer Werft
Södra Varvet gebaut, um Besucher der in diesem Jahr in Stockholm stattfindenden
grossen Kunst- und Industriemesse zu befördern. Auftraggeber war die
Aktiengesellschaft Stockholms Ångslups AB, die zu dieser Zeit 40 kleinere
Dampfschiffe im Linienverkehr hatte. Die Namen Frithiof und Ingeborg wurden
nach den Hauptpersonen in "Frithiofs Saga", einer Poesiesammlung
des Dichters Esaias Tegnér ausgewählt.
Die Erzählungen in Frithiofs Saga behandeln
Kühnheit und Heldentaten aus der Wikingerzeit und waren gegen Ende des
19. Jahrhunderts sehr beliebt. Es war eine Zeit von nationaler Euphorie und
Optimismus, in welcher Schweden für die technische Entwicklung des Industrialismus
eine bedeutende Rolle spielte. Nach der Schliessung der Ausstellung wurde
die Frithiof in den Linienverkehr
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dem Linienverkehr.
Im Prinzip ist nur der Fährenbetrieb nach Djurgården geblieben,
und die Dampfbarkassengesellschaft wurde in eine Immobiliengesellschaft umgewandelt",
erzählt
Claes Insulander.
"Die Frithiof war zu dieser Zeit völlig wertlos, da überhaupt
niemand an dem Kauf einer Dampfbarkasse interessiert war."
Aber gegen Ende der 60er Jahre tauchte ein Dampfschiffliebhaber auf
und kaufte die Frithiof mit der Absicht, das Schiff wieder verkehrstüchtig
zu machen. Seine Pläne gingen jedoch in die Brüche, da an Bord nach
Schweissarbeiten ein Brand ausbrach, der die Frithiof in ein ausgebranntes
Skelett verwandelte.
Kontinuierlichem Verfall ausgesetzt lag die Frithiof dann verlassen und vergessen
auf der Insel Beckholmen. Im Jahre 1998 wurde das Schiff von Ingenieur K.G.
Knutsson übernommen und eine Totalrenovierung eingeleitet.
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